Unsere Kunden

Noch bevor es einen Namen dafür gab …

Georg begleitete mich bereits seit etwa drei Jahren als mein Coach, als ich mit dem Aufbau eines Technologie-Start-ups im Konzern beauftragt wurde. Vom Konzernvorstand holte ich mir die Erlaubnis, ihn in diesen Prozess einzubinden.

Was damals begann, hatte keinen speziellen Namen. Georg betonte immer wieder, dass die Verwendung blumiger Managementbegriffe bei Mitarbeitern wie auch Außenstehenden illusorische Erwartungen, unzutreffende Interpretationen oder gar Lächerlichkeit des Managements selbst auslösen. Das würde der unternehmerischen Gestaltungsaufgabe mehr Energie entziehen als geben.

Da ich beim Unternehmensstart noch keine Mitarbeiter hatte und erst nach und nach neue eingestellt wurden, befremdete mich sein Vorgehen nicht, bei Sitzungen immer möglichst viele einzubeziehen – ohne Rücksicht auf ihre Ausbildung oder ihre Dienststellung. Erst im Verlauf des mehrjährigen Begleitprozesses wurde mir klar, dass dies alles bewusst gewollt war.

Bei den meisten Sitzungen wurde der Stuhlkreis herkömmlichen u-förmig aufgebauten Tischen vorgezogen. Dieses Format erzeugte am Anfang bei einigen Teilnehmern Unbehagen, weil diese Sitzordnung eher aus dem Kindergarten als dem Arbeitsalltag bekannt war. Doch mit jedem weiteren Mal wurde dieses Besprechungssetting immer selbstverständlicher.

Über die Interview- und Vorstellungsrunden zu Beginn jeder Sitzung lernten wir uns alle in sehr kurzer Zeit persönlich kennen und schätzen. Auf dieser Grundlage entstand im schnell wachsenden Unternehmen eine Grundstimmung persönlicher Wertschätzung und gegenseitigen Zutrauens. Bereichsübergreifendes Zusammenarbeiten, Vernetzung in den Konzern hinein, gemeinsame Sitzungen an unterschiedlichen Standorten und das Teilen von Kompetenzen führten nicht nur zu neuem Können, sondern auch zu überraschend schnellem Gewinn.

Viele Jahre später wurde mir klar, was uns damals so erfolgreich gemacht hatte: Das Start-up nutzte auf diese Weise die Intelligenz aller auf eine verlässliche, wiederholbare Weise. Wir arbeiteten damals mit organisationaler Schwarmintelligenz, ohne dafür einen Namen zu haben. Mittlerweile hat Georg seiner Arbeitsweise den Namen „Vivid Pulse“ verliehen und sie auch in dem gleichnamigen Buch anwendergerecht beschrieben.

Was mir als damaligem Managing Director dieses Start-ups im Nachgang auffiel, ist, wie viele Kollegen auch ohne unmittelbare Teilnahme an den Arbeitsrunden in diesen „Sog der persönlichen Wertschätzung und des Teilens ihres Könnens“ gerieten. Ich glaube, das ist dieser Impuls der Lebendigkeit, der einem Virus gleich sich ausbreitete.

R. H.

 

“Gemeinsame Ziele kann ich nur erkennen, wenn ich den anderen kennenlerne.”

In meinem Jahr als Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Konstanz-Hegau hat Georg mich bei einem Planungsworkshop unterstützt. Ich wollte mit unseren Mitgliedern erarbeiten, mit welchen Themen wir die kommenden Monate gestalten und welche Projekte wir angehen.

Da ich aus meiner langjährigen Arbeit in der Industrie die Problematik kenne, sowohl Themengeber als auch Moderator zu sein, habe ich ihn gebeten, die Moderation des Abends zu übernehmen. Ich wusste, dass er mit seiner Methode Vivid Pulse die Stunden anderes gestalten würde, als ich es aus dem täglichen Projektmanagement heraus kenne. Und ich war gespannt zu sehen, wie wir über diesen Weg zu einem Ergebnis kommen.

Ein Verein funktioniert anders als ein Arbeitsverhältnis. Hier gibt es wenig bis gar keine Weisungsbefugnis und alles basiert auf freiwilligem Einsatz der Mitglieder. Begeisterung für das, was man sich vornimmt, ist hier die treibende Kraft, sonst bewegt sich nicht viel.

In einem Arbeitsverhältnis wird das Ziel meistens vorgegeben. Es wird oft vergessen, sich darüber klar zu werden, warum man gemeinsam daran arbeiten will, warum es wichtig ist für jeden einzelnen.

Und genau hier wirkt Vivid Pulse! Gemeinsame Ziele kann ich nur erkennen, wenn ich den anderen kennenlerne. Wenn ich weiß, was ihn bewegt und begeistert, was ihn antreibt.

Statt einem Brainstorming über Themen und Projekte und Diskussionen, ob sie sinnvoll sind, was alles dafür zu tun ist und wer die Aufgabe übernehmen wird, haben wir den aller größten Teil des Abends damit verbracht, über uns und unsere Beweggründe zu sprechen. Nicht im Vortragsstil, sondern immer im Gespräch. Mal im kleinen Kreis, mal als Interview vor der Gruppe.

Wir haben dabei verstanden, was dem anderen wichtig ist, und die Projektideen im Anschluss ganz anders gehört – und uns davon begeistern lassen.

Georgs ruhige Art, durch Fragen zu begleiten und sich auf alles, was entsteht, einzulassen, ohne es in eine vorgegebene Richtung lenken zu wollen, hat uns einen Raum geöffnet, der sonst so selten entsteht. Die Energie am Ende war greifbar.

Danke dir Georg!

Karin Feldbaum